Systembeschreibung: Eisenbahnsystem



Das Eisenbahnsystem

Wie schon im Vorwort erwhnt, entstammt die Idee zum Einstieg in den Eisenbahnbau aus den nahezu gleichen Modellgren und der Mglichkeit zum gemeinsamen Spiel.

Whrend die Modellbahner in HO schon lange ihre Anlagen mit Husern und Modellautos schmcken, sind diese Zubehrartikel in den Gartenbahnen noch weitestgehend unbekannt.
Wir LKW Modellbauer oder mini Trucker sollten hier unsere Chance sehen und ergreifen, denn nur gemeinsam knnen wir unseren Gsten und Besuchern zeigen, da das eigentlich verbindende Element ja das Rad ist, das berall rollt und wir nicht auf Gewsser oder Start-bahnen angewiesen sind.

Die Bundesbahn hat schon viele Experimente gestartet, um unsere Straen zu entlasten und immer wieder Kombinationen von Strae zur Schiene propagiert, die aber letztendlich an der mangelnden Flexibilitt der Bahn scheiterten. Lediglich der Containerverkehr ist Dank des hohen Umschlagvolumens auf den Schiffen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bereich geworden.

Dieser Containerverkehr wurde in den letzten beiden Jahren zunehmend auch von den mini Truckern und den 5 Freunden aufgegriffen, zumal sich die Container ja auch als Sitz- und Vorratskisten anbieten. Aber leider hat man bis heute noch keine Einigung ber die Gren finden knnen, die Mastbe schwanken zwischen 1:12 und 1:10 und oft sind auch die Con-tainer auf den Bahnwagen Immobilien, d.h. fest verschraubt. Trotzdem ist jetzt die Initiative gestartet und in Sinsheim waren schon viele Containerumschlge mit einem groen Portalkran / Containerbrcke zu sehen.

Da wohl nicht jeder einen solchen Kran auf seiner Anlage hat, versuchen wir das Spiel mit einfacher Bahnverladung von LKWs auf ganz normale Flachwagen oder mit speziellen Wag-gons , RoMoS, hnlich der Rollenden Landstrae zu starten.

Die LKWs bieten wir nun schon einige Jahre an, aber keiner baute die dazu passenden Trans-portwagen. Nun gibt es also bei uns auch diesen RoMoS Zug, die Rollende Modell Stra-e.

Zum Selbstbau von Flachwagen und natrlich auch jeder anderen Art von Gterwagen haben wir noch das Drehgestell Y 25 der DB nachgebaut, natrlich in Alu und gut gefedert, damit es leicht ist, gut luft und die Lok nicht zu viel totes Gewicht zu ziehen braucht.

Um Ihnen einen weiterenAnreiz zum Bau einer Lokomotive oder gar eines Cargo-Sprinters zu geben, haben wir ein Antriebsdrehgestell gebaut, das auf LKW-Achsen basiert, die schon hundertfach verwendet werden und die durch ihre Leistungsfhigkeit berzeugen. Als Antrie-be knnen handelsbliche Motoren und Getriebe eingesetzt werden.
Wir treiben die Drehgestelle ber Gelenkwellen an und unsere Antriebe liegen unterflur, al-so unterhalb der Puffer. Damit bleibt der Oberbau frei von strenden Teilen und kann voll zur freien Gestaltung genutzt werde.



Das Drehgestell Y 25 Ls MaD

Der naturhnliche Nachbau des Bundesbahndrehgestelles Y 25 Ls ist eine Aluminium Kon-struktion, die sich durch ein uerst geringes Gewicht bei hoher Tragfhigkeit auszeichnet.

Das Drehgestell ist mit einem doppelten Verbund-Federsystem ausgerstet. Jede Achse ist in einem Gleitschacht gefhrt und ber 4 Schraubenfedern abgefedert. Gegen das Herausfallen der Achse ist das Achslager naturgetreu mit einem hammerfrmigen Haken aus VA gesichert.
Die Achslager haben zustzlich zu den Schraubenfedern noch einen Anschlag aus Gummi.

Jede Achse ist 4-fach kugelgelagert

Im Bereich bis zu 35 kg Achslast ist das Drehgestell modellmig gefedert, der Federweg be-trgt 5 mm.
Die maximal zulssige Dauerbetriebslast betrgt 70 kg pro Achse. Hierbei liegen die Achsla-ger in den Anschlgen an und die Federung wird von 2 Rundpuffern bernommen, die auch fr die Querbeweglichkeit und die Verschrnkung des Drehgestell zustndig sind.
Somit kann das Drehgestell sowohl fr personentragende Wagen als auch fr Vorbild getreue Modelle eingesetzt werden, ohne da eine Beeintrchtigung der Laufeigenschaften durch die unterschiedliche Belastung zu verzeichnen ist.

Die Fhrung des Drehgestells im Wagenrahmen geschieht durch einen 8 mm Zapfen, die Auf-lagerkrfte werde von 2 hhenverstellbaren Gleitlagern mit 30 mm Durchmesser aus Delrin getragen. Das Drehgestell bentigt als Gegenseite nur eine ebene Flche mit ca. 50 60 mm Breite, die dank des Delrins nicht geschmiert werden mu.

Fr das Drehgestell sind 2 Radgren mit 68 und 84 mm Laufflchendurchmesser lieferbar, die Spurkranzhhe betrgt jeweils 4,8 mm.



Das Drehgestell A 802 MaD

Das Drehgestell A 802 MaD ist als Triebfahrzeug-Drehgestell konzipiert, ohne dabei auf ein konkretes Vorbild zurckzugreifen.
Das Drehgestell ist als freilaufende Variante mit 84 mm Rad / Laufflchendurchmesser lieferbar oder auch als angetriebene Version mit 1 oder 2 angetriebenen Achsen.

Die verwendeten Achsen sind Alu-Guachsen mit geschlossenem Gehuse. Sie haben eine Untersetzung von 3:1 und werden mittels einer Gelenkwelle angetrieben. Die Achsen haben einen Wellendurchmesser von 8 mm und sind somit nur bedingt fr Aufsitzfahrzeuge gedacht, sondern vielmehr fr modellgetreue Fahrzeuge mit 20 30 kg Achslast.
Die Achsen stammen aus dem LKW Modellbau und sind hunderfach bewhrt. Die Schmierung erfolgt mit Fliessfett.

Bei diesem Drehgestell ist die Angriffsposition des Dreh-und Zugzapfens im unteren Quertrger angeordnet, so da auch bei hchsten Zugkrften ein Aufsteigen des Drehgestelles sicher vermieden wird.

Die Achsfhrung geschieht ber je 2 Blattfedern, die Lngs- und Querkrfte bernehmen. Zustzlich ist pro Achslager ein Sttzschacht fr die Lngsfhrung fr hohe Zugkrfte eingearbeitet.

Die Federung der Achsen geschieht ber 4 Schraubenfedern pro Achse. Die Federwegbegrenzung der Achse nach oben ist ein Gummipuffer, die Ausfallsicherung bernimmt die Blattfeder.
Die Querfederung wird durch 3 Schraubenfedern pro Seite erreicht, die auch die Verschrnkung der Seitenteile ermglichen. Bei berschreitung der modellmigen Last kommen 2 Rundpuffer zum Einsatz, die sich an den beiden Traglagern absttzen. Diese Traglager sind wie beim Y 25 Ls aus Delrin gefertigt und hhenverstellbar, so da die Pufferhhe des Fahrzeuges leicht angepasst werden kann.



Das RoMoS System

Das RoMoS System steht als Name fr ein ausgeklgeltes Fahrzeugkonzept, das zum sicheren Transport von LKW Modellen auf 5 Zoll Anlagen entwickelt wurde.

Durch den konsequenten Leichtbau der Wagen sind Vorkehrungen zum gefahrlosen und sicheren Transport der Wagen unumgnglich. Die Wagen knnen in Wagenkasten und Drehgestelle als eigene Einheiten getrennt und entsprechend transportiert und gelagert.
Der Wagenkasten ist ein aus einem Stck Aluminiumblech mit 1,5 mm gekantet und erhlt durch die speziellen Kantungen seine Knicksteifigkeit. Die Torsionssteifigkeit wird durch ein zustzliches Rohrgerst im Unterbau erhht.

Die beiden Drehgestelle haben jeweils 4 Achsen, von denen immer 2 zu einem Unterdrehgestell zusammengefasst wurden. Die Federung der Achsen geschieht durch je 4 Blattfedern pro Achspaar. Dadurch konnte eine einzigartige Beweglichkeit der 4 Achsen untereinander und zum Wagen hin erreicht werden. Die Drehgestelle sind untereinander zwangsgelenkt und somit fast entgleisungssicher.
Die Drehgestelle werden von den Kopfseiten her in den Wagenkasten eingeschoben und mit einer Schraube verriegelt.

Der Laufflchendurchmesser betrgt nur 40 mm, die Trgfhigkeit liegt bei 10 kg pro Achse, also 80 kg fr den ganzen Wagen.

ACHTUNG: Die Wagen sind nicht zum Personentransport geeignet!

Die RoMoS-Wagen tragen an den Kopfenden bewegliche berfahrklappen. Zum Verbinden von je 2 Wagen wird eine Kuppelstange eingesetzt, die trotz konstant aufliegender berfahrklappen einen Kurvenradius von nur 3750 mm betriebssicher zulsst.

An den Zugkpfen knnen abklappbaren Pufferbohlen aufgesteckt werden, die zum Beladen der Wagen wie beim Vorbild nur zur Seite geschwenkt werden.

Der RoMoS Zug wurde in einem 6 Wagen Verband mit einer Gesamtlnge von ca. 10 m sowohl im Zug- als auch im Schubbetrieb ausgiebig erprobt